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16.07.: Qualitätsoffensive angestoßen

Raumausstatter: Qualitätsdiskussion ist überfällig
Die Fachbetriebe im Raumausstatter-Handwerk erwarten weitere Qualitätsdiskussionen in der Branche, sagte die Obermeisterin der Raumausstatter- und Sattler-Innung Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg, Christina Schöllhorn (Gelsungen) anläßlich der Jahreshauptversammlung ihrer Innung.

„Das Raumausstatter- und Sattler-Handwerk sieht sich in seinen kritischen Befürchtungen bestätigt“, meint Obermeisterin Schöllhorn, „der Wegfall der Meisterqualifikation als Voraussetzung für eine Betriebsgründung hat sich als Rückschritt für den Beruf erwiesen“.

Einen Raumausstatterbetrieb gründen heute sogar Sachfremde ohne Gesellenbrief. Die Zahl der Neugründungen schnellte entsprechend nach oben. Besonders für die qualifizierten Ausbildungsbetriebe und Betriebe mit Beschäftigten habe sich diese Entwicklung negativ ausgewirkt. Die Innungsversammlung forderte daher stärker eine Qualitätsdiskussion zu führen.

„Der Ansatz einer Liberalisierung ist nicht um jeden Preis richtig. Vielmehr steht der Kunde und die Qualität der Leistungen im Vordergrund“, sagte Schöllhorn. Die Innung erwarte vom Gesetzgeber die Festlegung einer Mindestqualifikation zum Schutz der Kunden vor sogenannten minderqualifizierten „Eintagsfliegen“. Gleichzeitig bestärkte sie ihre Kollegen, an der Meisterausbildung nicht zu sparen. „Qualität hat sich noch immer durchgesetzt. Unsere Raumausstatterbetriebe sind Fachgeschäfte, die sich durch Können, Beratung und Fachleistungen auszeichnen. Darauf dürfen sich die Kunden unserer qualifizierten Innungsfachbetriebe weiter verlassen“, sagte Schöllhorn.

Der Markt entwickelt sich immer stärker in Richtung Raumdesign und moderner Innengestaltung, da sei Kompetenz gefragt und die bieten die Innungsfachgeschäfte den Kunden. Das Sortiment reiche von der Wand- und Bodengestaltung, Gardinen, Lamellen und Stores. Im Trend sei zudem die Aufarbeitung alter Polstermöbel und alter Holzfußböden. Sehr umsatzstark, aber auch stark umkämpft sei auch der Bereich Bodenbelag. Der Bereich Markisen und Sonnenschutz weise eine stabile Entwicklung aus.

Ehrung für Bernd Reuter

Seit 1984 war Bernd Reuter (Mitte) in der Raumausstatter-Innung aktiv. V. l. n. r. Vorstandsmitglied Franz Lösbrock (Fritzlar), Stv. Obermeister Helmut Best (Sachsenhausen) Obermeisterin Christina Schöllhorn, die Vorstandsmitglieder Marc Hornig (Korbach) und Sven Stransky (Beiseförth). Foto: Wolfgang Scholz

Lob und Dank für Bernd Reuter

Für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit in der Raumausstatter-Innung Waldeck-Frankenberg würdigte die Innungsversammlung Bernd Reuter aus Korbach. Reuter war seit 1984 in der Innung aktiv. Zunächst als Selbstständiger im Gesellenprüfungsausschuss, Kassenprüfer und Meisterbeisitzer im Ausschuss für Berufsbildung. 1993 wurde er zum Obermeister der damaligen Raumausstatter-Innung Waldeck gewählt. 1994 wurde er stellvertretender Obermeister der Raumausstatter-Innung Waldeck-Frankenberg. Von 2002 bis 2012 führte Reuter die Innung bis zur Fusion mit der Raumausstatter- und Sattler-Innung Schwalm-Eder. Helmut Best (Sachsenhausen) dankte Reuter für die lange Zeit der aktiven Gestaltung des Raumausstatter-Handwerks. Er habe sich stets für den Berufsstand und die Kollegen eingesetzt. „Mit dir geht ein langer Wegbegleiter von Bord, dem wir viel zu verdanken haben“, sagte Best.


Bild: Seit 1984 war Bernd Reuter (Mitte) in der Raumausstatter-Innung aktiv.
V. l. n. r. Vorstandsmitglied Franz Lösbrock (Fritzlar), Stv. Obermeister Helmut Best (Sachsenhausen) Obermeisterin Christina Schöllhorn, die Vorstandsmitglieder Marc Hornig (Korbach) und Sven Stransky (Beiseförth).
Foto: Wolfgang Scholz

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