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09.10.: Hunderwasser-Schule in Wittenberg

Das die Kulturstadt Wittenberg mehr als nur Orte „alter“ Kunst und Geschichte um Cranach, Luther, Melanchton oder Goethe bietet, sondern auch die Moderne wie den Wiener Künstler Hundertwasser, davon konnten sich hessische Innungs-Raumausstatter Ende September über-zeugen.

Im Rahmen einer Lehrfahrt beim ortsansässigen Wittenberger Bausstoffhersteller PCI (BASF) organisierte dieser für den hessischen Raumausstatter-Landesverband eine Führung durch die Luther-Melanchton-Schule, besser bekannt als Wittenberger Hundertwassser-Schule.


Der österreichische Künstler entkernte Anfang der 90er nach der Wende das marode ehemalige DDR-Gebäude um es 1993 dann von außen komplett nach seinen Vorstellungen umzugestalten. Die Schüler, Lehrer und Künstler aus Wittenberg, die Hundertwasser in „einem Brief ohne große Hoffnung einfach einmal anfragten“, erzählte eine Schülerin der Klasse 11 die als unser Besichtigungsguide fungierte, waren doch sehr überrascht, dass der Meister Interesse an dem Projekt zeigte. 1999 war es soweit und mit der Ensemble-Fertigstellung und Wiederaufnahme des Schulbetriebes schuf Friedensreich Hundert-wasser Wittenberg eine neue touristische und architektonische und Design-Attraktion!

In Anbetracht beschränkter Geldmittel (Die Schul-Stiftung wurde erst später gegründet) wurde die Innenraumgestaltung kpl. nach Entwürfen und Anleitungen gemeinsam von ortsansässigen Schülern und Künstlern unter der Leitung von Prof. Hunderwasser ausgeführt, was das eigentlich spannende an dem Projekt ist und die Raumausstatter-Handwerker richtig zum staunen brachte. Bis heute gestalten die Schüler gemeinsam mit der Stiftung im typischen Hundertwasser-Design die innere Ausrichtung des Gebäudes mit um.

Die bekannten bunten und ungeordneten Außenfassaden der Gebäude, die Fensterrund-Formen wo „keines dem anderen gleicht denn die Fenster sind die Augen des Hauses“, so der Schüler-Guide, das komplett begrünte Dach, die goldenen Kuppeln und die offene Aussichtsplattform, die zahlreichen Kunstwerke und Säulen im ganzen Gebäude, alles erinnert eher an eine Walldorfschule, als an eine staatliches Gymnasium, was die Raumausstatter stark beeindruckte.

Auch pädagogisch baulich umgesetzte Details, wie beispielsweise der wie ein „Audimax (Uni-Hörsaal im Kleinen)“, Zitat Schüler-Guide, schräg angeordnete Biologieunterrichtsraum des illustren Bauherrn, damit „wir Schüler/innen uns besser auf die Zeit nach den Schuljahren vorbereiten können“, Zitat Schüler-Guide, wurden von der Handwerker-Delegation hochinteressiert zur Kenntnis genommen.



Auch Kleinigkeiten vielen den dekorationsorientierten Gästen auf: Kleine Drachenköpfe und Gesichter aus Ton an Säulen und Ecken, wie bei den großen Kirchen als Schutz- und Abwehrhilfen gegen böse Mächte, Martin Luther und Philipp Melanchton als freundliche bunte Hundertwasser-Figuren in den Flurgängen „statt in Stein gemeißelte, über alles erhabene Denkmäler“, Zitat Schüler-Guide, oder einfach die lustigen Sitzbänke aus reinen Mosaiksteinen die an den Künstler Antonio Gaudie erinnern.

Nachdem auch die Raumausstatter als Gestaltungs-Fachleute wieder einmal für zwei Stunden die „Schulbank drücken durften“, so der Landesinnungsmeister Heinz Hahn, wurde noch das obligatorische Klassenfoto am Schulgebäudeeingang vor der Abfahrt gemacht!

Text: Michael Schwarz, Harald Schlapp, Fotos: Innung

15.10.: Innung Frankfurt hat gewählt 30.09.: Lehrfahrt zu PCI mit positiver Resonanz