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06.02.:"Organisation ist alles"

Jung, stark und erfolgreich

Die Journalistin Patricia C. Borna im Gespräch mit Raumausstattermeisterin Meike Wallner-Kandt aus Darmstadt, www.raumausstattung-wallner.de .

Wenn die Beschreibung "multitaskingfähig“ auf eine Handwerkerin passt, dann ist es wohl Meike Wallner-Kandt. Die 36 Jahre alte Raumausstattermeisterin ist Mutter eines Sohnes (8) und einer Tochter (4), verheiratet und arbeitet als zweite Geschäftsführerin im elterlichen Betrieb "Raumausstattung Wallner“ in Darmstadt.

Der Vater, eigentlich schon in Rente, arbeitet aber immer noch mit. Irgendwann wird Meike Wallner-Kandt den Betrieb mit Ladengeschäft ganz übernehmen. Derzeit sind neben den Eltern noch zwei Gesellen im Betrieb tätig, ein Auszubildender wird gesucht. Die Ausbildung ist seit jeher Tradition im Betrieb Wallner und liegt vor allem dem Vater, einem versierten Polsterer, sehr am Herzen. Frau Wallner-Kandts Ausgangssituation ist keine klassische Existenzgründung. Trotzdem: Ein bereits bestehender Betrieb ist für sie kein Grund, die Hände in die Tasche zu stecken und sich auszuruhen. "Ganz im Gegenteil", meint Meike Wallner-Kandt, " die Zeiten, als man abwarten konnte bis die Aufträge von selbst kommen, sind vorbei. Heute muss man aktiv auf die Kunden zugehen".

Die Liste ihres Engagement für Handwerk, Familie und Gesellschaft ist lang: Wallner-Kandt ist ehrenamtlich im Vorstand der Raumaustatterinnung Darmstadt-Dieburg aktiv. Darüber hinaus engagiert sie sich zum Beispiel als Dozentin von Meisterkursen, in der überbetrieblichen Ausbildung oder für die Berufsorientierung des Berufsbildungs- und Technologienzentrums Weiterstadt (BTZ). Zudem ist sie Vollmitglied im Meister-Prüfungsausschuss.

Doch auch das Private kommt nicht zu kurz: Meike Wallner-Kandt ist Übungsleiterin für Aerobic, nimmt Pilates-Kurse und an Wettkämpfen im irischen Tanz teil. Dazu diskutiert sie im Rhetorikclub. "Joggen gehe ich auch, wenn die Tochter beim Ballett ist“, sagt sie. Wie das alles klappt? "Organisation ist alles“, sagt die Handwerkerin. Dass sie die aus dem Effeff beherrscht, hat sich in der Vergangenheit schon mehrfach bewiesen. So absolvierte sie zwei Wochen vor der Geburt ihrer Tochter die Prüfung zum Betriebswirt (HWK). "Ziemlich knapp alles“, sagt Wallner-Kandt mit einem Lächeln. "Aber danach konnte ich zwei Wochen lang die Schwangerschaft richtig genießen.“

Ihr Mann, der als Physiotherapeut tätig ist, unterstützt sie wo er nur kann. Um 14.30 Uhr muss Meike Wallner-Kandt die Firma in Richtung Heimat Bergstraße verlassen, um die Kinder abzuholen. "Bei uns auf dem Land sind die Betreuungszeiten eben anders geregelt als in der Stadt.“ Für Kundentermine ist sie deshalb dann manchmal auch abends oder am Samstag unterwegs. Dann hilft der Mann oder Familie und Freunde schauen nach den Kindern.

Natürlich weiß Meike Wallner-Kandt, die als ehemalige Abiturientin eine Lanze brechen möchte für die duale Ausbildung im Handwerk, dass sie mit allem bisher viel Glück gehabt hat. Sie bezeichnet sich selbst als Perfektionistin. "Ich bin unendlich dankbar und hoffe, dass ich meine berufliche Aufgabe richtig gut mache. Die Firma li egt mir sehr am Herzen, schließlich bin ich hier großgeworden.“ Das Gefühl, überarbeitet zu sein? Nein, das scheint ihr fremd. Sie habe schon immer neue Herausforderungen gesucht. Hektische Betriebsamkeit gehöre eben dazu. "Manchmal wundere ich mich selbst, wie ich das alles schaffe.“

Was sie Existenzgründern rät? Es sei wichtig, bescheiden zu bleiben, nicht gleich einen Luxuswagen zu kaufen. "Es gibt so viele Kleinigkeiten, die auffallen und beim Kunden einen guten Eindruck hinterlassen“, sagt sie und zeigt liebevoll gestaltete Weihnachtskarten. Pläne für die Zukunft? Hat Meike Wallner-Kandt übrigens auch. Vielleicht ein Psychologiestudium oder ein Buch schreiben. Wer weiß, was die Zeit bringt.

Quelle DHZ, erstellt am 04.02.2011

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